Die Verwirklichung einer Vision - ein zukunftsweisendes Erlebnis- und Kompetenz-Zentrum für Klima- und Meeres-schutz als ein besonderer Ort der Begegnung in Form des größten Aquariums der Welt in Berlin: Der Sea Dome Berlin
| Projektbezeichnung: | Die Verwirklichung einer Vision - ein zukunftsweisendes Erlebnis- und Kompetenz-Zentrum für Klima- und Meeres-schutz als ein besonderer Ort der Begegnung in Form des größten Aquariums der Welt in Berlin: Der Sea Dome Berlin |
| Firma/ Institution: | Faszination Aquarium GmbH |
| Kategorie: | Kategorie B |
| Jahr: | 2026 |
| Bezirk: | Steglitz-Zehlendorf |
Das Schicksal des im März 2026 in der Ostsee gestrandeten Buckelwals bewegt die Menschen, sie identifizieren sich mit ihm und seiner Situation, und die Medien berichten täglich darüber, um das Informationsbedürfnis zu erfüllen. Aber die aktuelle und globale Situation des Klimas und der aquatischen Lebensräume wie der Meere, Flüsse und Seen wird leider immer noch viel zu wenig beachtet.
Einige Menschen wissen inzwischen zwar, dass der steigende CO2-Gehalt in der Atmosphäre zur globalen Temperaturerhöhung und damit zum Klimawandel führt, aber die wenigsten wissen, dass bei einem Anstieg von 1,5°C 30% aller Korallen weltweit absterben werden. Und nur Experten haben vor Augen, dass bei einem Anstieg von 2°C – also einem „nur“ um 0,5°C höheren Wert, 98% der Korallen ausgelöscht werden.
Ebenso dramatisch sind die Folgen der zunehmenden Versauerung der Meere, denn nahezu alle kalkhaltigen Strukturen werden aufgelöst. Und der veränderte pH-Wert führt auch zu einer enormen Beeinträchtigung der Kommunikation der Wale, denn er verändert die Schalleigenschaften des Meerwassers, infolgedessen die Walgesänge nicht mehr so weit transportiert werden können. Eine dadurch verursachte Orientierungslosigkeit des Buckelwals in der Ostsee ist auch nicht auszuschließen.
Und letztlich führen die Auswirkungen anthropogenen Handelns mittlerweile zu einem noch nie dagewesenem Biodiversitätsverlust.
Der intakte klimatologische und biologische Zustand unseres blauen Planeten sicherte bisher unser Überleben, und bestimmte maßgeblich unsere Lebensbedingungen. Aufgrund der enormen Wissensdefizite um die dramatischen Veränderungen und ihrer Folgen bedarf es aber eines Ortes, der uns einerseits das Erleben dieser faszinierenden, und für viele nicht leicht erreichbaren Unterwasserwelt ermöglicht, und dadurch andererseits die Grundlagen für das Verstehen der oft abstrakt erscheinenden Zusammenhänge schafft, um schließlich zum Erhalt und Schutz, und damit auch zu unserer Existenzsicherung, beizutragen.
Die Schaffung eines solchen besonderen Begegnungsortes, der Wissensgewinnung, Wissenstransfer und Wissensanwendung vereint, ist notwendig, richtungsweisend, nachhaltig und zukunftsorientiert. Diese Aufgabe soll das zu realisierende visionäre Erlebnis- und Kompetenzzentren für aquatische Ökosysteme in Berlin, in Form des größten Aquariums der Welt – dem Sea Dome Berlin erfüllen. Denn Meeresschutz ist Klimaschutz und umgekehrt. Und es beinhaltet das erste Aquarium der 6. Generation, bei dem Forschung von Beginn an integraler, operativer Bestandteil ist. Denn die Aquarien mit ihren riesigen Wasserkörpern wie z.B. 18 (Singapur), 22 (Chimelong Ocean Kingdom), 25 (Abu Dhabi) oder 36 + 22 + 22 Mill. (dem Sea Dome Berlin) Litern Wasser sind geradezu prädestiniert für Forschung. In Aquarien früherer Generationen waren und sind weder die notwendigen räumlichen noch personellen Kapazitäten gegeben.
Das neuartige Erlebnis- und Kompetenzzentrum in Berlin soll außerdem unter Beweis stellen, dass Ökonomie und Ökologie zum Nutzen aller interdisziplinär und prosperierend miteinander vereinbar sind. Im Zuge der Erlebnisinfrastruktur sind neben den Aquarien Unterwasser-Hotel, -Restaurant, -Büros, und -Labore Elemente, die zur wirtschaftlichen Tragbarkeit beitragen. Und auch die Wissenschaft tut dies mit Kompetenzkomponenten, wie Forschungslaboren, einer Wasser-Universität, der Aquarium-Research-Foundation e.V., einer global agierende Gewässer- und Meeresforschungskoordinierungsstelle, einer Botschaft des Wassers mit weltweiten Außenstellen, ein Weiterbildungszentrum und vieles mehr. All das ermöglicht ein noch nie da gewesenes Dienstleistungsangebot. Auch der Gebäudekomplex der Institution erfüllt diesen Anspruch: Er soll ein architektonisches Meisterwerk sein, der als State-of-the-Art sowohl bau- und betriebstechnisch, als auch raum- und ausstellungsspezifisch neue Maßstäbe setzt. Der Bau und Betrieb sollen CO2-neutral und energieautark sein, mittels aller z.Z. möglichen erneuerbarer Energietechnologien.
Die Gesamtstruktur repräsentiert ein in sich aufeinander abgestimmtes Planungs-, Betriebs- und Marketing-Konzept, das einerseits den Bezug zum Thema „Wasser“ und andererseits zu städtebaulichen Highlights wie den Berliner Domgebäuden herstellt. Und es unterstreicht, dass Berlin kreativ, kooperativ, innovativ und somit äußerst attraktiv ist.
Das interdisziplinäre, ganzheitliche Projekt soll maßgeblich zu einer lebenswerten Zukunft aller Lebewesen beitragen.