Haus im Park
| Projektbezeichnung: | Haus im Park |
| Firma/ Institution: | Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Berlin |
| Kategorie: | Kategorie A |
| Jahr: | 2026 |
| Bezirk: | Pankow |
Auf einem parkartigen Grundstück in Berlin–Pankow, findet sich ein idealer Ort für ein Wohnhaus des Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Berlin (SkF Berlin). Auf 4 Geschossen finden mehr als 20 Bewohner*innen und 22 Tagesgäste mit geistiger und körperlicher Beeinträchtigung ein nachhaltiges, modernes und zeitgemäßes Zuhause.
Mit dem Projekt „Haus im Park” realisiert der SkF Berlin in Kooperation mit dem Architektenbüro Modersohn und Freiesleben eine soziale Einrichtung, die nicht nur bezahlbaren Wohnraum schafft, sondern auch konsequent auf Klimaschutz, Ressourceneffizienz und langfristige Wirtschaftlichkeit ausgerichtet ist.
Das Haus ist bei Maximalgewinn energieautark. Das Energiekonzept basiert auf einer vollständig dekarbonisierten Versorgung ohne fossile Energieträger. Der Energiebedarf wird durch eine Kombination von Geothermie, Wärmepumpentechnologie und Photovoltaik gedeckt. Die Nutzung von Geothermie in Verbindung mit einer hocheffizienten Wärmepumpe ermöglicht eine stabile und emissionsarme Fußbodenheizungs- und Warmwasserversorgung, während die Photovoltaikanlage zur Eigenstromerzeugung beiträgt.
Das Gebäude wurde in Holzhybridbauweise errichtet. Die oberen Stockwerke wurden aus Holz gebaut. Die tragende Wand- und Deckenkonstruktion besteht aus massivem Brettschichtholz. Große Elemente wurden in mineralischer Dämmung verpackt und mit rot lasierten Brettern sowie einer wettergeschützten Verkleidung versehen. Alle verwendeten Materialien sind zertifizierte, fertige Industrieprodukte. Keine Sonderanfertigungen. Das Gebäudewurde für den Deutschen Fassadenpreis in der Kategorie „Modulares Bauen” nominiert und mit einem der Hauptpreise des renommierten Holzbaupreises Berlin-Brandenburg 2025 ausgezeichnet.
Die Anforderungen an den sommerlichen Wärmeschutz werden durch die Wandaufbauten in Kombination mit sinnvoll gewählten Fenstergrößen und außenliegendem Sonnenschutz bereits erfüllt, zusätzlich wird die Fußbodenheizung im Sommer zur Bauteilaktivierung (Kühlung) genutzt. Darüber hinaus werden in den Bewohner*innenzimmern und den Gemeinschaftsräumen gezielt einzelne Wandflächen aktiviert, um an besonders heißen Tagen eine zusätzliche Möglichkeit zur Kühlung der Räume anzubieten.
Die Verbindung von sozialem Auftrag und ambitioniertem Klimaschutz macht das Projekt des SkF Berlin zu einem beispielhaften Beitrag für eine inklusive, nachhaltige und resiliente Stadtentwicklung.