Neubau Kolping Jugendwohnen Berlin-Mitte
| Projektbezeichnung: | Neubau Kolping Jugendwohnen Berlin-Mitte |
| Firma/ Institution: | Kolping Jugendwohnen Berlin-Mitte gGmbH |
| Kategorie: | Kategorie A |
| Jahr: | 2026 |
| Bezirk: | Mitte |
Die Kolping Jugendwohnen Berlin-Mitte gGmbH bietet für junge Menschen in Ausbildung eine bezahlbare Unterkunft mit pädagogischer Begleitung an und hat hierfür einen Neubau an der Heinrich-Heine-Str. 28 in Berlin-Mitte errichtet. Das Haus wird im Mai 2026 eröffnet. Das Haus umfasst einen Keller mit 56 Fahrradstellplätzen, E-Fahrrad-Ladestationen, E-Rollstuhl-Ladestationen, ein Erdgeschoss mit Freizeitraum, pädagogischer Küche, Veranstaltungsraum und Büroflächen und fünf weiteren Vollgeschossen sowie ein zurückgesetztes Staffelgeschoss. Insgesamt wurden 104 Zimmereinheiten mit Badezimmer und einer Gemeinschaftsküche pro Etage für junge Menschen hergestellt. Das Gebäude wurde als KfW-55-Energieeffizienzhaus errichtet. In allen Bewohnerzimmern sind dezentrale Lüftungsgeräte mit Wärmerückgewinnung eingebaut. Das Keller- und Erdgeschoss wird mit einer zentralen Lüftungsanlage be- und entlüftet. Die Anlage ist mit Wärmerückgewinnung und einer adiabaten Kühlung ausgestattet. Für den Prozess wird hauptsächlich das vorbereitete Regenwasser verwendet. Das Dach hat einen Systemaufbau zur extensiven Dachbegrünung – ergänzt um die Solaraufständerung für eine Solarthermieanlage. Das meiste Regenwasser wird für die Nachspeisung der Grauwassernutzungsanlage verwendet, sowie als Medium für die adiabatische Kühlung in der zentralen Lüftungsanlage. Das Abwasser aus Duschen und Handwaschbecken (Grau) wird separat erfasst und über ein eigenes Leitungsnetz in die Grauwasseraufbereitungsanlage, Standort Keller, eingeleitet. Die Anlage besteht aus einem Grobfilter mit Selbstreinigung-Funktion, mehreren Membranfiltern, Pumpeneinheiten, einer Steuereinheit mit Dosieranlage, Luftkompressoren, Betriebswasser- und Grauwasserspeicher, sowie einer Doppelpumpenanlage mit Regelung für das Betriebswasser. Das gesammelte Grauwasser wird zuerst biologisch gereinigt und im Anschluss mit einer Membranfiltration von den restlichen Schmutzpartikeln befreit. Das aufbereitete Betriebswasser wird durch ein separates Leitungsnetz im Gebäude verteilt und für die WC/Urinal Spülung und zur Bewässerung verwendet. Die Leitungen werden gemäß EnEV, sowie DIN 1988-200 durchgehend mit einer Wärmedämmung ausgeführt. Die Leitungen (Kaltwasser, Warmwasser, Zirkulation) in der Hauptverteilung im Kellergeschoss und den Strängen werden 100% wärmegedämmt. In den sichtbaren Bereichen wird eine Ummantelung aus umweltverträglicher Kunststofffolie vorgesehen. Die stoßgefährdeten Bereiche werden mit geeigneten Maßnahmen zum Schutz ausgestattet. Die Sanitärgegenstände werden auf Unterputz-Sanitärblocksysteme zur Integration in Trockenbausysteme montiert. Die WCs und Waschtische sind mit einer Spezialbeschichtung vorgesehen, welche einfach und effizient sauber gehalten werden kann. Die Waschtischarmatur ist mit Kaltwasserauslauf in Mittelstellung vorgesehen. Die Duschen sind mit Duschtassen und Duschvorhängen geplant. Die Warmwasserbereitung erfolgt zur Minimierung des Energieverbrauchs über eine Frischwasserstation, mit integriertem Speicher zur Verringerung des Zirkulationsbedarfs zur Legionellenprophylaxe. Für die Trinkwasseraufbereitung wird aufgrund der Empfehlung der DIN 1988 und der bestehenden Wasserhärte (ca. 18°dH = Hart) eine Kalkschutz mittels Biomineralisierung vorgesehen. Es wird gebäudezentral die Heizenergie zur Trinkwarmwasserbereitung erfasst. Das aufbereitete Betriebswasser wird durch ein separates Leitungsnetz im Gebäude verteilt und für die WC/Urinal Spülung und zur Bewässerung verwendet. Zur Bewärmung des Gebäudes ist ein Holzpelletkessel mit einem Schornstein geplant. Die Heizungszentrale befindet sich im Untergeschoss. Der Raum wird gem. Muster-Feuerungsverordnung direkt ins Freie be- und entlüftet. Die Warmwasserbereitung wird durch eine thermische Solaranlage unterstützt, welche auf dem Dach montiert wird. Die Lagerung des Brennstoffs wird in einer unterirdischen Tankanlage vorgesehen. Die Speicher werden im vorderen Bereich des Hauses platziert. Die Anlage verfügt über mehrere Pufferspeicher, einen Heizkreisverteiler mit Umwälzpumpen und Armaturen, Membranausdehnungsgefäß, eine Frischwasserstation sowie Reglungskomponenten.